825070 SE/3 Stadtentwicklung - Stadtgestaltung

Sommersemester 2014 | Stand: 06.02.2014 LV auf Merkliste setzen
825070
Stadtentwicklung - Stadtgestaltung
SE 3
3,75
wöch.
jährlich
Deutsch

Wahrnehmung der Landschaft und deren Besonderheiten. Bauen in und mit der Landschaft unter ökologischen Bedingungen. Vertiefung der entwerferisch-kreativen Fähigkeiten in der landschaftsarchitektonischen Gestaltung und Erkennung des Zusammenspiels von Natur, Architektur und Mensch.

Thema: Landscape Lab (landscapelab.at)

Cantercel ist ein Experimentalgelände für Architektur im Languedoc in Südfrankreich. Es erstreckt sich über 30 Hektar, wovon zirka 6 Hektar bebaubar sind. Cantercel gehört politisch zu La Vacquerie de Saint Martin de Castrie und befindet sich ungefähr 60 km im Landesinneren von Montpellier in einer Hügellandschaft auf zirka 700 Meter Meereshöhe.
Das Ziel von Cantercel ist, einerseits einen Ort menschlicher Aktivitäten und Erschließungen zu generieren, indem das Potential des Naturgeländes genutzt wird und andererseits einen Ort für umweltbewusstes Leben zu schaffen.
In Cantercel existiert derzeit ein Atelier für Architektur, wenige Lager- und Werkhallen, zwei Wohnhäuser und eine kleine Herberge. Es werden immer wieder Vorträge, musikalische und landschaftsgärtnerische Workshops organisiert. Längerfristige Workshops finden nur im Sommer statt, da es keine Unterkünfte gibt.
Von den Betreibern gibt es seit längerem das Ziel, internationale Kooperationen herzustellen, um über das Zusammenspiel von Architektur und Landschaft zu diskutieren. Dafür braucht es aber Unterkünfte. Um dieses Anliegen zu unterstützen, wird eine Intensivierung der bereits bestehenden Kooperation mit Innsbruck angestrebt. Die Idee ist, ArchitekturstudentInnen einzuladen, ihre Kompetenzen hinsichtlich Urban Design und Landscape Architecture einzusetzen und zu erweitern.
Das Ziel der LVs ist es deshalb, Unterkünfte für 20 – 30 Personen in Cantercel zu entwerfen. Dabei soll der Naturraum in den Mittelpunkt gestellt und ein Dialog zwischen Landschaft und Mensch hergestellt werden. Ziel des Projektes ist es auch, die Qualität und die Originalität (Authentizität) der verbleibenden natürlichen Landschaftsräume zu erhalten, sie aber mit Methoden und Innovationen aus dem Bereich der Gestaltung, der Technik und der Künste für den Menschen in akzeptabler Form nutzbar zu machen, um einen Ort menschlicher Aktivitäten zu generieren. Diese ökologischen Zusammenhänge müssen dabei gefördert und nicht zerstört werden, eine Wertschöpfung vor Ort ist eine wesentliche Vorgabe in Anbetracht des gesellschaftlichen Kontextes.

Ein Workshop von drei bis vier Tagen vor Ort ist vorgesehen. Um Förderungen wurde bereits angesucht. Das Landschaftslabor wird erweisen, ob es mehrere oder nur einen Entwurf geben wird. Auf jeden Fall ist in Folge eine interdisziplinäre Ausarbeitung und eine gemeinsame Umsetzung vor Ort des Entwurfs oder des besten Entwurfs das Ziel. Es gibt bereits Investoren.

Das Landschaftslabor dient als Plattform, bei der Informationen ausgetauscht und Ideen entwickelt werden, wo recherchiert und diskutiert wird. Einbezogen werden unter anderem die ArchitektInnen von Cantercel.

Forschungsgeleitete Lehre mit Praxisbezug.

Grundlagenforschung, Ideenfindung, Entwurf des landschaftsarchitektonischen Konzeptes und architektonische Gestaltung. Integration in das Landschaftslabor (Plattform für Informationsaustausch und Diskussion).

Beurteilung des Entwurfsprozess und des daraus resultierendes Projektes. Darstellung und Präsentation.

Beginn: Montag, 10.3.2014, 09.00 Uhr, Institut

10.03.2014
Montag 10.3.14, 09.00 Uhr, Institut